Mittwoch, 30. August 2017

Familiennachzug

Eigentlich spare ich das Thema "Zuwanderung" im Gemeinderat weitestgehend aus.
Wir haben ja auch keinen Einfluss auf die Vorgänge. Heute habe ich zum ersten Mal eine Frage zum Thema gestellt. Schriftlich an Bürgermeister, Verwaltung, Rat und Fraktionen des Rates. Ich harre nun der Dinge, die hoffentlich geantwortet werden.
Lieber Bürgermeister!
Liebe Verwaltung! 
Liebe Fraktionen!
Die Presse meldet das für 2018 bereits 380.000 Zuwanderer die Berechtigung erworben haben ihre Familien nachzuholen.
Im Ganzen dürfte es sich um eine Personenzahl von mindestens noch einmal 1 Mio Menschen handeln (wenn keine weiteren Berechtigungen erteilt werden). Es werden also die Zuwandererzahlen von 2015 noch einmal übertroffen werden.
Als Gemeinde müssen wir darauf reagieren.
Es wird Wohnraum benötigt, KiTa- und Schulplätze, Arbeitsplätze, etc. pp.
Deshalb würde mich interessieren:
Wie viele Familiennachzüge werden in Goldenstedt erwartet? Wie viele Anträge darauf wurden gestellt – und wie Viele sind wie beschieden worden? Wie viele Anträge sind noch offen?
Wir sollten nicht unvorbereitet in das neue Jahr gehen!
Herzliche Grüße,
Ralf Fennig

Sonntag, 16. Juli 2017

Mal wieder Ramnitz....

An der Demonstration, in deren Umfeld sich vor einer Woche in Hamburg ein kleiner Bürgerkrieg entfesselte, nahm auch der Vechtaer SPD-Kommunalpolitiker und "Contra"-Vorsitzende (ein Verein, der sich der Förderung von Demokratie und Toleranz aus linker Sicht verschrieben hat - und dafür massiv finanziell gefördert wird. Sozusagen Förderung gegen Förderung - manus manum lavat) Sebastian Ramnitz teil. 
Darum, und um seine apologetischen Texte auf facebook, dreht sich momentan eine lokale Diskussion.
Nicht die Erste, nachdem Ramnitz u.a. den Vechtaer Ökonomie-Professor Prof. Dr. von Laer verleumdet hat. Mein Leserbrief hierzu:
Wenigstens ehrlich ist Herr Ramnitz.
Es ist seine Meinung, die sich mit dem Motto „Willkommen in der Hölle“ zusammen fassen lässt und von der autonomen, linksextremen Szene in Hamburg vertreten wird – und er würde jederzeit wieder an einer Demo dieser Klientel teilnehmen.
Und die Gewaltexzesse? Der hemmungslos entfesselte linksextreme Mob?
Auf facebook erklärt er, dass die Polizei Schuld sei. Diese habe versucht, vermummte Demonstranten aus „friedlichen“ Gruppen heraus zu ziehen. Dadurch habe sich dann der Hass aufgestaut, der sich dann in einer Art Bürgerkrieg entlud. Gewalt lehnt Herr Ramnitz natürlich ab, aber so richtig distanzieren will er sich von den Gewalttätern dann doch nicht. Die Polizei war's.
So kann man natürlich denken und handeln. Man darf Extremismus verharmlosen und Gewaltexzesse relativieren, wenn man mag. Damit muss eine Gesellschaft vielleicht leben.
Was mir allerdings Bauchschmerzen bereitet ist, dass Herr Ramnitz mit seinem Verein (dessen Logo durch einen Sowjetstern verziert ist – welcher Zaunpfahl winkt denn da?) in Schulen und anderen Einrichtungen über „Demokratie“ fabuliert, eine Staatsform die zwar sehr weite Grenzen in Sachen Meinungsfreiheit verlangt – aber zu politisch motivierter Gewalt nur eine Maßnahme zulässt:
Den Konsens der gesellschaftlichen Ächtung.

Dienstag, 6. Juni 2017

Thema: Einstellung eines Klimaschützers


Ich möchte am Montag die Sitzung nicht lang aufhalten, aber ich möchte kurz
a) darstellen warum ich GEGEN die Einrichtung dieser Stelle bin (keine Sorge – ich leugne nicht das wir Klima haben (bin also kein „Klimaleugner“) und will auch nicht über Dinge diskutieren die von einem UNO-Gremium demokratisch beschlossen wurden).
b) einen (womöglich sinnvolleren) Alternativ-Vorschlag unterbreiten.

Kurze Begründung, warum die Einrichtung der Stelle abzulehnen ist:
1. Denke ich das wir mit Steuergeldern verantwortlich umgehen sollten.
2. Bin ich überzeugt das etwas gesunder Menschenverstand ausreicht um unser gutes Goldenstedter Wetter zu erhalten. Ich gehe davon aus das bereits in allen Gebäuden hochgiftige „Energiesparlampen“ glühen und Kaffeemaschinen nur zum Kochen und nicht zum warmhalten genutzt werden – etc. pp. Und Aufgaben darüber hinaus – die sind begrenzt. Kurz: Länger als eine Woche hätten wir keine sinnvollen Aufgaben für solch eine Vollzeitstelle.
3. Glaube ich nicht das solch eine Stelle klimaneutral wäre. Der Mitarbeiter müsste zum Rathaus und wieder nach Haus fahren, Dienstreisen, Kaffeemaschine, PC, … all das ist klimarelevant.

Noch haben wir den enormen Anteil von 0,038 % des „Schadgases“ CO2 in unserer Luft. Wenn Deutschland erfolgreich das Klima „gerettet“ und die Industrialisierung rückabgewickelt haben wird, so das wir Deutschen keinerlei technische CO-2 Emisson mehr freisetzen, wird dieser Anteil auf 0,0375288 % fallen.
Diesen Vorteil von 0,0004712 % mehr des Pflanzendüngers CO-2 in der Luft sollten wir nutzen und aus der Not eine Tugend machen.

Ich schlage daher vor:
Wir nehmen 50 % des angesetzten Eigenanteiles an der Einrichtung dieser Stelle – und machen daraus einen „Umweltetat“.
Das Geld nutzen wir im ersten Schritt um auf den Höfen unserer Kitas, Kindergärten und Schulen Obstbäume zu setzen bzw. das den Einrichtungen anzubieten.
In weiteren Schritten überlegen wir wie wir umweltpädagogische Erlebnisräume in Goldenstedt schaffen können (Barfusspfad – vielleicht innerhalb eines Sinnes-Erlebnispfades; Verbesserung und Erneuerung der Naturlehrpfade; setzen von Bäumen und Hecken;...)

Warum Obstbäume?
Aus vielerlei Gründen:
1. Binden Bäume in kurzer Zeit mehr Kohlenstoff und wandeln damit CO-2 in Biomasse und Sauerstoff (ein noch unverdächtiges Gas) um. Womöglich weit mehr als ein ganzes Heer von Klimaspekulanten einsparen könnte. Wir tun also tatkräftig etwas für besseres Wetter!
2. Gibt es sehr schön blühende Obstsorten – ein Beitrag also zur Ästhetik-Erziehung unserer Kinder.
3.Lutten macht es vor. Die Don-Bosco-Schule hat einen Schul-Obst-Garten, in dem Kinder erleben wie Obst wächst und geerntet wird. Leider sehr weit von der Schule entfernt – „im Kleinen“ kann jeder Schulhof auch ein Schul-Obst-Garten sein und so das Verständnis für Nahrungsmittel stärken.
4. Hoffentlich werden Schüler so animiert vom auf dem Schulhof wachsenden Obst zu probieren.

5. Können Obstbäume auch zu Kletterbäumen heranwachsen – ein weiteres erlebnispädagogisches Element.
6. Denken wir dabei auch an Imker und Bienen. Je mehr „natürliche“ Blüten vorhanden sind – je besser ist das für deren Bestand. 

Donnerstag, 30. März 2017

Anregung für die 9. Sitzung des Ausschusses für Demographie, Integration, Familien und Soziales

Da ich in der Ausschuss-Sitzung kein Rederecht habe übersende ich Ihnen meine Anregungen vorweg schriftlich: 


Thema Moobil+
Zum Thema Mobilbus muss ich das Projekt loben. Für Zwecke wie Arztbesuche, Einkaufsbummel, etc. pp. Ist dieses Angebot ideal konzipiert, während der normalen Öffnungszeiten ist das Angebot gut.
Ich beziehe mich hier auf Nutzer, die den Bus für Fahrten zur Arbeitsstelle nutzen möchten (und bspw. Im Einzelhandel oder als Schichtarbeiter bis nach 18 Uhr arbeiten müssen) oder Nutzer, wie mich – die auch gern mal ein Angebot der VHS oder einiger Vereine nutzt die oft erst um 21 oder 22 Uhr beendet sind.
Aus Richtung Wildeshausen gibt es in diesem Falle noch die Möglichkeit die NWB zu nutzen, mit dem Nachteil das man vom Bahnhof bis in den Ort noch 45 min Spaziergang durch die Nacht vor sich hat. Für mich unangenehm – für Frauen und Kinder eine Zumutung.
Deshalb möchte ich anregen sich Gedanken über ein oder zwei „Spätbusse“ oder über einen „Shuttle-Service“ vom Bahnhof in die Ortschaften Ellenstedt und Goldenstedt zu machen.
Man könnte es als reinen Rufbus konzipieren, damit Busse zu diesen Zeiten nicht leer fahren müssen.

Grundsätzlich wäre ich zudem dafür einen Verkehrsverbund Oldenburger Münsterland mit allen Nahverkehrsangeboten in einem gemeinsamen Verband, mit einheitlichen Tarifen von Ort zu Ort und Tageskarten mit freier Wahl des Verkehrsmittels (Bahn, Bus, Stadtbusse und ??? incl. Landkreis Cloppenburg als Teil unserer Region) - ich kann mir vorstellen das dies ein Problem von Seiten der NWB ist, aber ein Ziel sollte es sein. 

Sonntag, 12. März 2017

Lehrer im Radio

Muss ich mir Sorgen machen wenn mir die Sendungen von SWR 2 "Wissen" einfach zu dämlich sind?
Habe in deren Archiv reingehört.
Zuerst eine Sendung über Gewalt an Schulen. Jeder vierte Lehrer hat Gewalt von Schülern erfahren - und viele davon von Eltern. Na gut, da kann man sich seinen Teil denken. Migration und antiautoritäre Erziehung - das denke ich dazu. Aber denn hört man 30 min lang irgendwelche Sülzköppe. In Deutschland war die historische Entwicklung so das Schule von oben oktroiert wurde. In den USA (wo es sicher nicht weniger Gewalt gegen Lehrer gibt - vom biblebelt mal abgesehen) wäre das anders herum gewesen. Dadurch gibt es in D angeblich historisch eine Feindschaft gegenüber dem Lehrer....
blablabla
Und dann Rollenspiele. Ein Lehrer war ganz begeistert "wenn der Fabian demnächst durchdreht - dann verlasse ich einfach mit der kompletten Klasse den Klassenraum und lasse ihn dort allein sitzen!" - wie genial. Das er da nicht eher drauf gekommen ist....
Auch die 68er waren Thema.
Wir sind so toll emanzipiert heute das wir eben Lehrer auch mal kurz vor Mitternacht anrufen und beschimpfen weil unser liebes Hätschelkindchen zu doof ist gute Zensuren zu bekommen.
Aber ehrlich:
Wenn dies das deutsche Bildungssysstem 2017 ist - dann würde ich meinen Lehrer auch ohrfeigen wenn ich heute Schüler wäre.

Anschließend wollte ich eine Sendung über Gadamer hören.
Laut Sprecher kam er aus dem polnischen Niederschlesien.
Gute Nacht! Ich bin bedient.

Donnerstag, 9. März 2017

Hitlers "Grautöne"

Offener Brief an den Parteikollegen Höcke:
Herr Höcke!

Um die Dinge vorweg zu nehmen die mir aufgrund dieser Nachricht von Einigen bestimmt unterstellt werden:
a) ich bin Patriot. Ich liebe mein Land. Das Oldenburger Münsterland ebenso wie Deutschland. Und auch unseren schönen, altehrwürdigen Kontinent. Mindestens so sehr wie Sie.
b) ich bin sehr gut orientiert über die deutsche Geschichte. Etwa 1100 Jahre sind es übrigens mitlerweile fast. Über die guten und die schlechten Zeiten und Seiten gleichermaßen.
Und auch über die „peinlichen“ zwölf Jahre. Ja, ich kenne die Guido Knopp-Dokus. Aber auch Schultze-Rhonhof und Andere. Und ich habe mit vielen Zeitzeugen geredet. Sie sind in etwa mein Jahrgang und wissen: Als wir jung waren war das noch sehr einfach.
c) prüfe ich tatsächlich Zitate bevor ich mich ärgere. Bislang habe ich Sie oft verteidigt – jetzt platzt mir hier der Kragen.

Als kleines Partei-, Kreisvorstands- und Gemeinderatsmitglied fühle ich mich von Ihnen verraten.
Wir Alle versuchen das Beste für unser Land zu erreichen und ja, auch den Menschen zu vermitteln das die deutsche Geschichte sehr reich ist. Im BdV organisiere ich dazu Vorträge (mit) und in anderen Bereichen weise ich auf historische Orte hin.
Sie diskreditieren diese Arbeit indem Sie versuchen Hitler öffentlich zu rehabilitieren.
Statt als Geschichtslehrer zu reden und klar zu sagen das von historischer Relevanz bei Hitler seine Verbrechen klar im Mittelpunkt stehen fangen Sie an wie ein Sozialarbeiter, wie der übelste Gutmensch, im Serien- (in diesem Falle Massen-)mörder noch gute Seiten betonen zu wollen.

Was soll das?

Meine Identität als Deutscher hängt nicht an Hitler.
Ich möchte diesen Wahn durchbrechen und Sie tun so als müsste ich mich als Deutscher mit diesem Mann gemein machen. Nein, ich muss es nicht. Es war eine üble Nazi-Lüge das Hitler das personifizierte Deutschland sei. Ich kann ihn und seine braunsozialistischen Ideen entschieden ablehnen und dennoch Deutschland lieben. Ja, wenn ich Deutschland liebe muss ich ihn sogar ablehnen.

Von Ihnen erwarte ich:
a) eine offene und ehrliche Entschuldigung für dieses dämliche, nicht zu entschuldigende Zitat. Sie haben mir und vielen Anderen damit einen Dolch in den Rücken gestoßen.
b) eine öffentliche Klarstellung – unmissverständlich und direkt – wie Sie zu Hitler, zum Nazi-Terror und zu den Verbrechen dieser Ära stehen.
c) das Sie zukünftig im Zweifel einfach mal die Klappe halten wenn Sie nicht wissen was Sie sagen.
Von der Bundespartei erwarte ich das dort eine scharfe Rüge gegen Sie ausgesprochen wird. Mit der klaren Androhung der Amtsenthebung und des Parteiausschlusses sofern Sie nochmals so einen gequirrlten Mist ablassen wie damals die These mit den „Ausbreitungstypen“ oder jetzt den „Hitlerischen Grautönen“.
Und mir ist es egal ob Hitler Eva Braun einen Blumenstrauß geschenkt hat oder mal einem Bettler ein Brötchen gegeben hat – DAS hat keine historische Relevanz.

Herzliche Grüße,

Ralf Fennig

Montag, 7. November 2016

So what?

Fünf Jahre ist die Diskussion alt. Und jetzt hat sie ein Fan von mir ausgegraben - in dem christlichen Forum, dem ich als Admin dienen darf. 
Ich gebe aber zu: An meiner Einstellung hat sich grundsätzlich nichts geändert. Ich lege das Recht und die Pflicht der Eltern ihre Kinder zu erziehen weiter aus als die derzeitige Fassung des BGB. 
Zwei Mal in den letzten 27 Jahren habe ich (selbst) das Jugendamt über Familien informiert. Das eine Mal war es eine hysterische Mutter die völlig unberechenbar reagierte und das zweite Mal war es eine Familie deren Sohn eine Woche lang "verschwunden" war ohne das jemand wusste wohin.
Und einmal habe ich einer Gruppenleiterin den Rat gegeben mit dem Jugendamt zu reden. Das waren drei Kinder aus einer Familie in der der Vater schwerst Alkoholabhängig und die Mutter geistig behindert war - eine Familie in der offensichtlich auch sexueller Missbrauch in jeder Form vorkam
Ich habe noch nie eine Familie wegen Strafen angeschwärzt und war auch relativ entsetzt als auf einer Gruppenleiterweiterbildung dazu ermuntert wurde auch einen "Klaps" oder eine Backpfeife zu melden wenn man davon Kenntnis erhält.
Den Unsinn mache ich nicht mit.
Und das hat nichts mit unserem Grundgesetz zu tun (wie diese Deppen in ihrem Kommentar meinen) denn das Grundgesetz regelt das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern (und elterliche Gewalt ist keine Staatsgewalt).
Wenn ich damit etwas "breche" dann das BGB.
Aber wenn man bedenkt das wir in einem Staat leben der gerade über die Legalisierung von Kinderehen diskutiert und in dem ein Parteivorsitzender einer inzwischen etablierten Partei mit einer Cannabis-Pflanze auf seinem Balkon gefilmt wird - da kann ich diesem Falle nur sagen "so what?"
Im übrigen steht die Meinungsfreiheit und das Recht offen zu diskutieren unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Ein Staat, der freie Diskussion und Meinungsäußerung zulässt, ist demokratisch. Ein Staat, der es einschränkt, ist es per Definition nicht mehr. Insofern lasse ich mir das Diskutieren nicht verbieten und auch nicht madig machen.